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Aktuelle Pressemitteilungen


     

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Rottweil und des Hauptzollamts Singen vom 15.02.2018

Rottweil: Konfrontative Kontrolle, Reisende leisten erheblichen Widerstand gegen Zollbeamte

Zöllner des Hauptzollamtes Singen haben am vergangenen Dienstag auf der Autobahnraststätte Neckarburg-Ost bei zwei Reisenden mehr als 52.000 Euro vorgefunden, die kurz zuvor ohne entsprechende Anmeldung über die Schweizer Grenze nach Deutschland eingeführt worden sind. Die beiden Männer aus dem Kaukasus haben auf die Befragung nach Barmitteln gegenüber den Zöllnern erklärt, 50.000 Euro mit sich zu führen, welche sie aus der Schweiz kommend in die EU eingeführt haben. Die erforderliche Barmittelanmeldung konnten sie jedoch auf Verlangen nicht vorweisen. Bei der anschließenden Kontrolle wurden schlussendlich mehr als 52.000 Euro, überwiegend in 500-Euro Scheinen, vorgefunden. Gegen einen der beiden Männer wurde wegen des Nichtanmeldens des mitgeführten Bargeldes ein Bußgeldverfahren eingeleitet, da er dieses im Rahmen der Einreise in die EU unaufgefordert gegenüber der deutschen Zollverwaltung hätte anmelden müssen. Als Sicherheit für das zu erwartende Bußgeld wurde er zur Hinterlegung von 6.800 Euro in bar aufgefordert. Ab diesem Zeitpunkt kippte die bis dahin ruhige und sachliche Kontrollsituation. Die beiden Männer fingen an, die Zöllner lautstark anzugehen und übten mehrfach bedrohliche Bewegungen aus. Einer der Beamten wurde in der Folge durch einen Schlag im Gesicht getroffen. Nach dem Eintreffen zwischenzeitlich angeforderter, weiterer Einsatzkräfte beruhigten sich die beiden Reisenden wieder und verfolgten nun eine andere Strategie: Um die geforderte Sicherheitsleistung nicht hinterlegen zu müssen, wurde einem der Zollbeamten „zur Erledigung der Angelegenheit“ persönlich Bargeld angeboten. Durch dieses Verhalten hat sich der Reisende nunmehr nicht nur wegen des Nichtanmeldens des Bargeldes sowie wegen Widerstandes, tätlichem Angriff und versuchter Körperverletzung zu verantworten, sondern auch wegen versuchter Bestechung. Nach dem Entrichten der erforderlichen Barsicherheit für das zu erwartende Bußgeld konnten die beiden Männer ihre Reise fortsetzen.

Die weiteren Ermittlungen führt die Staatsanwaltschaft Rottweil.

Grundke
Erster Staatsanwalt



Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Rottweil und des Polizeipräsidiums Tuttlingen vom 30.01.2018

 

(Tuttlingen) Rentnerin überfallen – 41-jähriger mutmaßlicher Täter in Haft – Zeugen gesucht  

 

Zu einem Überfall auf eine 78-jährige Frau kam es am Mittwochvormittag, gegen 10.30 Uhr, in der Gartenstraße. Der 41-jährige Beschuldigte näherte sich der zu ihrem Pkw gehenden Geschädigten von hinten und versuchte ihr die Handtasche zu entreißen. Trotz erheblichen Widerstands seitens der Frau gelang es dem Beschuldigten sich schließlich der Tasche zu bemächtigen. Über einen Hinterhof wollte der mutmaßliche Täter entkommen. Als er erkennen musste, dass ihm der Weg durch einen Zaun sowie Mobiliar versperrt war, drehte der Beschuldigte um, warf die Handtasche vor der Geschädigten auf den Boden und flüchtete entlang der Donau, stadtauswärts. Während der Tat führte der Beschuldigte ein circa 30 cm langes handelsübliches “Kochmesser“ mit sich.

Bei dem Überfall rief die Geschädigte laut um Hilfe, so dass ein Zeuge auf den Vorfall aufmerksam wurde. Dieser gab den Fahndungskräften der Polizei schließlich den entscheidenden Tipp, als er den Beschuldigen wenig später in der Innenstadt bemerkte. Beamte des Polizeireviers konnten den 41-Jährigen unmittelbar nach dem entscheidenden Hinweis vorläufig festnehmen. Der Mann leistete keinen Widerstand, trug das besagte Messer jedoch griffbereit unter der Oberbekleidung.

Die Geschädigte erlitt einen Schock. Ansonsten wurde die 78-Jährige nicht verletzt.

Der 41-Jährige räumte den Tatvorwurf im Wesentlichen ein. Nach eigenen Angaben habe er sich aus Geldnot zu dem Überfall entschieden.

Mittlerweile wurde der Beschuldigte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Rottweil dem Haftrichter beim Amtsgericht vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen den 41-Jährigen.

 
Im Rahmen der Ermittlungen wurde bekannt, das ein bislang unbekanntes Paar den Überfall bemerkt haben muss. Noch vor Eintreffen der Polizei verließen die Frau und der Mann die Tatörtlichkeit in Richtung Kreuzungsbereich Donau-/Gartenstraße (Eisdiele Venezia). Die Zeugen werden dringend gebeten sich bei der Polizei in Tuttlingen, Tel. 07461/941-0, zu melden.

 
Grundke

Erster Staatsanwalt



Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Rottweil vom 24.01.2018


Villingendorf, Landkreis Rottweil:
Staatsanwaltschaft Rottweil erhebt Anklage wegen Mord in drei Fällen und Verstoß gegen das Waffengesetz:

Die Staatsanwaltschaft Rottweil hat Anklage bei der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Rottweil gegen einen 40-jährigen kroatischen Staatsangehörigen wegen des Verdachts des Mordes in drei Fällen und wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz erhoben.

Dem Angeschuldigten wird vorgeworfen, am Abend des 14.09.2017 in Villingendorf, Lkr. Rottweil, mit einem Repetiergewehr, das er im August 2017 in Kroatien oder in Serbien gekauft und nach Deutschland verbracht hatte, drei Menschen erschossen zu haben. Der Tat vorausgegangen war im Februar 2017 die Trennung der damaligen Lebensgefährtin des Angeschuldigten von dem Angeschuldigten. Beide waren Eltern eines im Jahr 2011 geborenen Sohnes, der nach der Trennung bei seiner Mutter blieb. Die Trennung wurde von dem Angeschuldigten nicht akzeptiert. Dieser soll seine frühere Lebensgefährtin in der Folgezeit mehrfach bedroht haben. Eine vor dem Amtsgericht Tuttlingen geschlossene Vereinbarung, die ein Annäherungsverbot des Angeschuldigten an seine bisherige Familie enthielt, soll von diesem nicht eingehalten worden sein.


Nachdem der Angeschuldigte das o.a. Gewehr im August 2017 nach Deutschland verbracht hatte, begab er sich am Abend des 14.09.2017 zu dem Wohnanwesen in Villingendorf, in dem seine frühere Lebensgefährtin mit ihrem jetzigen Partner und ihrem Sohn lebte. Nach den Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Angeschuldigte auf der Terrasse der Wohnung auf die Mutter seines Sohnes, deren neuen 34 Jahre alten Lebensgefährten sowie dessen 29-jährige Cousine traf. Der Angeschuldigte soll sodann unmittelbar auf den Wohnungsinhaber und auf dessen Cousine sowie seinen ebenfalls anwesenden Sohn mehrere Schüsse abgegeben haben. Der Wohnungsinhaber sowie der Sohn des Angeschuldigten verstarben aufgrund der schweren Schussverletzungen unmittelbar am Tatort, die angegriffene junge Frau konnte von den herbeigerufenen Rettungskräften noch ins Krankenhaus verbracht werden, wo sie ebenfalls noch am 14.09.2017 verstarb.
 

Anklage erfolgte wegen Mord in drei Fällen, jeweils in Tateinheit mit einem Verstoß gegen das Waffengesetz. Nach den Ermittlungen ist von dem Vorliegen der Mordmerkmale der Heimtücke und des Handelns aus niedrigen Beweggründen auszugehen. Der Angeschuldigte war, nachdem er am Tatabend geflüchtet war, am Nachmittag des 19.09.2017 in Rottweil-Neufra vorläufig festgenommen worden und befindet sich aufgrund des vom Amtsgericht Rottweil erlassenen Haftbefehls seit diesem Zeitpunkt in Untersuchungshaft.
 

Grundke

Erster Staatsanwalt


 
  

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Rottweil und des Polizeipräsidiums Tuttlingen vom 27.11.2017


Spaichingen/Denkingen: Nach Hausdurchsuchungen Haftbefehle gegen Drogendealer erlassen


Nach intensiven Ermittlungen der Polizei sowie der Staatsanwaltschaft Rottweil fanden in den letzten Tagen bei insgesamt vier Beschuldigten richterlich angeordnete Hausdurchsuchungen in Spaichingen und Denkingen statt.

Die vier Männer im Alter von 21 bis 22 Jahren konsumierten nicht nur selbst Betäubungsmittel, sondern boten über das sogenannte „DarkNet“ unter anderem Marihuana und Kokain zum Verkauf an. Nach erfolgtem Zahlungseingang wurden die Betäubungsmittel verpackt und postalisch an ihre Abnehmer versandt. Die Durchsuchungen brachten einiges an Drogen und Drogenutensilien an den Tag. Neben Amphetaminen, Opiaten und Testosteron wurden auch insgesamt etwa fünf Kilogramm Marihuana, sowie Psylocibinhaltige Pilze in den Wohnräumen sichergestellt. Ebenso fanden die Polizeibeamten fast sieben Kilogramm Streckmittel. In einer Wohnung befanden sich noch diverse Gerätschaften, die auf eine ehemalige Indoorplantage zurückzuführen waren. Nach weiteren Ermittlungen wurden die Beamten zudem noch außerhalb der Wohnungen fündig und staunten nicht schlecht als sie in einem Waldstück zwischen Aldingen und Spaichingen 30 Marihuana Pflanzen in einer Größe zwischen 1,40 Meter und 2,30 Meter feststellten. Nach der Abernte kam hier ein Gesamtgewicht von über 25 Kilogramm zustande.

Gegen zwei 22-jährige Männer wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Rottweil vom Amtsgericht Rottweil Haftbefehl erlassen. Sie befinden sich nunmehr in Untersuchungshaft. Gegen einen 21-Jährigen wurde der ebenfalls erlassene Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Auch hier gelang den Sicherheitsbehörden wieder ein Erfolg gegen die organisierte Rauschgiftkriiminalität in der Region.


Grundke

Erster Staatsanwalt



Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Rottweil und des Polizeipräsidiums Tuttlingen vom 24.11.2017


Oberndorf am Neckar - Ölunfall


Beim Umpumpen  von ölhaltiger Flüssigkeit  ist es am Freitag, gegen 7 Uhr auf  dem Gelände eines Tankreinigungsbetriebes in der Neckarstraße zu einem Zwischenfall gekommen. Aus einer Verschlussklappe flossen  während des Pumpvorganges mehrere tausend Liter der Flüssigkeit auf das Betriebsgelände und in der Folge in den nahegelegenen Neckar. Von den Wehrleuten Freiwilligen Feuerwehr Oberndorf mussten mehrere Ölsperren errichtet werden. Vertreter  des Wasserwirtschaftsamtes und der Stadt Oberndorf waren vor Ort.  Zur Untersuchung des Unfallherganges beauftragte die Staatsanwaltschaft Rottweil einen Sachverständigen. Die Beamten des Fachbereichs Gewerbe/Umwelt bei der Polizei führen die entsprechenden Ermittlungen, die derzeit andauern.


Grundke

Erster Staatsanwalt


 

 

 

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